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Zwei TVS-Akteure, die das Sandweierer Spiel in der Saison 2025/26 prägten: Julian Schlager (vorne links) und Torjäger Elias Dörflinger. Foto: René Schlageter

In der Regionalliga-Saison 2025/26 setzte der TVS 1907 Baden-Baden insgesamt 24 Spieler ein. Sieben Torhüter, so viele wie noch nie, standen zwischen den Pfosten und erzielten 16 Treffer, was ebenfalls rekordverdächtig ist. In der folgenden Übersicht wird das Engagement unserer Jungs, die trotz des großen Verletzungspechs den hervorragenden vierten Tabellenplatz erkämpften, noch einmal gewürdigt. Für den TVS spielten:...

Im Tor:
Moritz Ebert (5 Spiele/7 Tore): Als der TVS vor Beginn der Saison ein akutes Torhüterproblem hatte, aktivierte Tim Krauth seine Kontakte zum Beachhandball-Nationalmannschaftskollegen Moritz Ebert, der kurzfristig einsprang und eine echte Attraktion im TVS-Gehäuse war. In fünf Spielen erzielte der Interimstorwart sieben Tore und ging mit der Siebenmeter-Monsterparade in letzter Sekunde beim 37:36-Sieg gegen Albstadt in die TVS-Annalen ein. Im Verlauf der Saison spielte Moritz dann noch für Zweitligist Krefeld und den Schweizer Erstligisten Aarau.

Thilo Hafner (6/0): Das hätte Thilo wohl selbst nicht mehr gedacht, dass er noch einmal zu sechs Einsätzen in der vierthöchsten Liga kommt. Nach seinem Intermezzo in Muggensturm hielt der Heimkehrer zunächst stark in der Zweiten und half im Regionalliga-Team aus, als gegen Saisonende die Personalnot im Tor wie zu Beginn der Saison wieder groß wurde. Thilo Hafner – die Zuverlässigkeit in Person.

Mark Herbert: (1/0): Der Ex-Hofweierer kam am vierten Spieltag ins Weinsberg zum Einsatz. Der Rückhalt des Verbandsliga-Teams verletzte sich gegen Ende des vergangenen Jahres und war deshalb in diesem Jahr zum Zuschauen verurteilt.

Marc Jurack (1/0): Im letzten Saisonspiel belohnte Trainer Sandro Catak den Newcomer, der im Tor der Zweiten stand, für seinen Trainingsfleiß mit einem Einsatz gegen Steißlingen. In den Schlussminuten eingewechselt, parierte er kurz vor dem Abpfiff den letzten Wurf der Gäste und wurde danach von der Mannschaft und den Fans gefeiert.

Dominik Merz (29/6): Der „Lange“ avancierte nach der Verletzung von Andreas Uttke zur Nummer eins, machte seine Sache durchweg gut und erwies sich mit sechs Toren als äußerst treffsicher bei Weitwürfen ins verlassene gegnerische Gehäuse. Schade, dass er uns nach drei Jahren verlässt. Wir wünschen ihm in Knielingen viel Erfolg.

Mike Stall (1/0): Der Torhüter-Routinier, der seine Karriere eigentlich längst beendet hat, rückte nach der Uttke-Verletzung im mit 44:29 gewonnenen Heimspiel gegen Plochingen ins Team, wurde in der Schlussphase eingewechselt und zeigte gleich, dass er nichts verlernt hat.

Andreas Uttke (21/3): Wenn er fit war, glänzte er als Nummer eins. Verpasste verletzungsbedingt leider einige Spiele. Gerade in der Schlussphase der Saison fehlte er dem Team. Nach auskurierter Verletzung zählen wir in der kommenden Runde wieder auf unseren sympathischen Schwaben.

Im Feld:
Elias Dörflinger (30/159): Unser Top-Torschütze. In seinem zweiten Jahr bei den Senioren zeigte er sich weiter gesteigert, war mit 159 Toren bester TVS-Goalgetter und ist bereits jetzt eine unentbehrliche Größe im TVS-Kader.

Luis Klingler (14/50/11): Der Zugang aus Ohlsbach/Elgersweier vergrößerte am vierten Spieltag in Weinsberg das TVS-Lazarett. Als er wieder fit war, fasste der junge Spielmacher gleich Fuß und spielte wie ein Routinier auf. Zweifellos ein Mann, dem die Zukunft gehört.

Joel Kraus (7/5): Auf der Rechtsaußenposition kam Joel Kraus aus dem TVS-Verbandsliga-Team nach der Verletzung von Maximilian Strüwing zum Zug und rechtfertigte das Vertrauen. Erzielte seine ersten Regionalliga-Tore.

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Keiner hebt so ab wie Tim Krauth. Foto: René Schlageter

Tim Krauth (30/131): Zweitbester Goalgetter nach Elias Dörflinger. Der Linkshänder machte einen weiteren Schritt nach vorne. Ist längst ein Top-Mann auf der rechten Seite mit einer gewaltigen Sprungkraft und einem satten Wurf.

Bennet Löhmar (3/12): Wurde nach der Strüwing-Verletzung aus Pforzheim geholt und feierte gegen Neuenbürg mit acht Toren ein fulminantes Debüt. Gegen Neuhausen traf er dann viermal, ehe ihn im Spiel gegen Heddesheim eine Fingerverletzung stoppte. Der Linkshänder ist ein großer Hoffnungsträger für die neue Saison.

Luis Materna (29/48/9): In seinem ersten Jahr beim TVS sammelte der Steinbacher viel Erfahrung, die ihm in der nächsten Saison zugutekommen wird. Bildet zusammen mit Andre Ockert ein Linksaußen-Duo von Format.

Elias Meier (28/22): Spielte eine solide Saison und wird sich mit Sicherheit noch weiter steigern. Wie einige andere auch – ein Mann für die Zukunft.

Andre Ockert (23/87/19): Seine beste von vielen sehr guten Vorstellungen zeigte der Linksaußen am letzten Spieltag gegen Steißlingen, als seine elf Würfe allesamt im gegnerischen Tor landeten. Auch er war zwischenzeitlich angeschlagen, lief nach seinem Comeback aber schnell wieder zur gewohnt guten Form auf.   

Julian Schlager (30/97): Längst eine Institution beim TVS. Dass der Abwehrspezialist an der 100-Tore-Marke kratzte, ist unglaublich. Kämpfer ohne Ende, der weder sich noch die Gegner schont. Echter Anführer, an dem sich die Mannschaft auch in kritischen Situationen aufrichten kann.

Mirco Schlageter (30/47): Fels in der Brandung. Weiter gesteigert und auf dem besten Weg zum Top-Spieler – wenn er seine beste Leistung beständig abrufen kann.

Luca Schlageter (14/7): Absoluter Hoffnungsträger. Spielt in der Ersten und Zweiten und ist herausragend als Jugendtrainer. Ein Glücksfall für den TVS, der zudem noch Leistung bringt. Mit zwei wichtigen Toren trug er maßgeblich zum 31:29-Sieg in Neuenbürg bei.  

Jeremias Seebacher (16/53): Der Torjäger und Spielmacher verletzte sich am dritten Spieltag beim 37:36-Sieg gegen Albstadt und kam deshalb nur zu 16 Einsätzen. Nach seinem Comeback knüpfte er nahtlos an die Form an, die einen Führungsspieler auszeichnet. Keine Frage: Mit einem gesunden Jeremias Seebacher wäre noch (deutlich) mehr möglich gewesen. Leider verlässt er uns und kehrt zu seinem Heimatverein Kappelwindeck/Steinbach zurück. Ein schwerer Verlust! Danke Jörres und alles Gute für die Zukunft!

Dominik Ströhm (23/26/2 Siebenmeter): Vor der Saison aus Muggensturm gekommen, erfüllte der Allrounder die Erwartungen voll und ganz. Verletzte sich leider in Heddesheim und fehlte in der entscheidenden Saisonphase. Tritt aus beruflichen Gründen kürzer und kehrt nach Muggensturm zurück. Die Tür bleibt für ihn beim TVS immer offen.

Maximilian Strüwing (20/128/46): Die Verletzung des Linkshänders in Waiblingen war zweifellos ein Schlüsselmoment in dieser Saison. War bis dahin der erfolgreichste Torschütze des TVS. Die große Frage: Wo wären wir gelandet, wenn Maximilian die letzten zehn Spiel nicht verpasst hätte? Die Antwort des Schreibers: ganz vorne.

Maximilian Vollmer (26/40): Der Routinier ist mit seiner Ruhe und Übersicht eine prägende Figur des TVS. Ungemein wertvoll fürs Team - gerade als Jeremias Seebacher und Luis Klingler ausfielen. Dass er auch Tore werfen kann, zeigte er mit acht Treffern beim 38:34-Sieg in Ostfildern.

Sebastian Wichmann (29/4): Der Rekordmann des TVS (358 Pflichtspiele) ist eigentlich nicht aus der Mannschaft wegzudenken. Beendet allerdings seine Laufbahn. Steht über jeder Bewertung. Ein Mann mit Legenden-Status.

Linus Demler (14/23/1): Verabschiedete sich leider im Laufe der Saison. Schade. Hätte das Zeug zu einem guten Regionalliga-Kreisläufer.

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